Praxis & Medizin

Wenn der Muskel einen Kater hat | Sport

Im Sommer hat sich mit Sicherheit der eine oder andere anstecken lassen, um selbst wieder mehr für seine körperliche Fitness zu tun. Bei manchen kommt es zu Beginn des Trainings möglicherweise aufgrund übertriebener sportlicher Vorsätze zu einem unangenehmen Muskelkater. Woran liegt das eigentlich und was kann man dagegen tun?

Etwa ein bis zwei Tage nach Überanstrengung unserer Muskeln kann es schmerzhaft werden: Den Muskelkater kennen wir alle, denn er kann so manche Muskelarbeit zur Qual machen.

Grundsätzlich ist der Muskelkater auf ungewohnte Belastungen einzelner Muskelpartien unseres Körpers zurückzuführen. Da wir über 500 Skelettmuskeln haben, kann es nach einseitigen Belastungen hier und da schon einmal ziehen. Unsere Muskulatur ist zwar darauf ausgerichtet, starken Kräften standzuhalten. Diese Fähigkeit besitzt sie jedoch nur, wenn sie regelmäßig trainiert beziehungsweise belastet wird.

Kommt es also zu ungewöhnlichen Belastungen, so kann es in den Muskelfasern zu ganz kleinen Rissen kommen.Diese haben zur Folge, dass Körperwasser in die Fasern gelangen kann, und die Muskelfasern anschwellen können. Eine derartige Wasseransammlung führt wiederum zur Dehnung des Muskels, welche von starkem Dehnungsschmerz begleitet wird. Diesen Schmerz nehmen wir als den bekannten Muskelkaterschmerz wahr. Mit einer Anhäufung von Milchsäure in den Muskeln hat der Muskelkater entgegen früherer Meinungen nichts zu tun.

Um den unangenehmen Schmerz zu mindern, sollten Sie folgende Tipps beherzigen:

  • Ist der Muskelkater bereits zu spüren, so hilft Wärme, denn sie unterstützt die Durchblutung der überreizten Muskulatur und trägt somit zur schnelleren Reparatur der Muskelfasern bei.
  • Nehmen Sie ein warmes Bad, besuchen Sie die Sauna, nutzen Sie eine heiße Dusche oder
  • wärmen Sie die entsprechenden Muskelpartien mit Hilfe einer Rotlichtlampe oder eines warmen Kirschkernkissens.

Zur Vorbeugung eines Muskelkaters hilft regelmäßiges Sporttreiben mit einem vorherigen Aufwärmprogramm. Dazu gehören auch Übungen mit geringerer Belastung sowie Lockerungs- und leichte Dehnungsübungen.